Ängste

Ein Plan für einen Moment voller Sorgen

Hör zuerst zu, prüfe, was stimmt, und überlege gemeinsam einen nächsten Schritt.

Informationen für Eltern und Betreuungspersonen. Nicht klinisch geprüft.

Fang hier an: Finde heraus, welcher Teil schwerfällt.

Bevor du „Das wird schon“ sagst, gib deinem Kind Raum, seine Sorge zu beschreiben. Vielleicht geht es um den unbekannten Raum, die Trennung von dir oder etwas, das wirklich verändert werden muss. Hör zu, ohne dich vorher auf eine Erklärung festzulegen.1

Kommt dir das bekannt vor?

Gewöhnliche Sorgen gehören zur Kindheit, und keiner dieser Momente weist für sich allein auf eine Diagnose hin. Achte auf die Auswirkungen im Alltag, nicht nur darauf, ob dein Kind schüchtern wirkt.2

  • Beim Schlafengehen kommen immer wieder Fragen zu einem neuen Club.
  • An Schulmorgen treten Bauchschmerzen auf.
  • Dein Kind möchte bei einer Feier dabei sein, aber der Schritt durch die Tür ist ihm zu viel.
  • Alles am Plan für morgen dreht sich um ein einziges ungeklärtes Detail.

Probiere das aus

Hör zu, bevor du nach einer Lösung suchst

Stelle eine offene Frage und warte. Eine Zeichnung oder ein paar Worte können genügen. Wenn dein Kind von Mobbing, Schmerzen oder einer anderen tatsächlichen Schwierigkeit erzählt, handle entsprechend dieser Information.1

So kannst du es sagen: „Welchen Teil möchtest du mir verständlich machen?“

Unterscheide den Plan vom Versprechen

Kläre praktische Einzelheiten mit den Beteiligten. Sage, wer kommt und was vereinbart ist. Lass offen, was du nicht weißt, statt ein glückliches Ende zu garantieren. Vorbereitung kann nützlich sein, ohne so zu tun, als hättest du alles unter Kontrolle.1

So kannst du es sagen: „Ich gehe mit dir hinein. Wir können fragen, wo du deine Tasche hinstellen kannst.“

Wähle gemeinsam mit deinem Kind einen bewältigbaren nächsten Schritt

Sprich darüber, was deinem Kind beim Mitmachen helfen würde. Zwinge es nicht in eine belastende Situation, ohne seine Sorge zu verstehen.1

So kannst du es sagen: „Was würde dir an der Tür helfen? Lass uns gemeinsam mit der Clubleitung sprechen.“

Warum das helfen kann

Angst kann Gefühle, den Körper und das Verhalten beeinflussen. Ein Plan, der bei den Tatsachen bleibt, beantwortet eine praktische Frage; er kann nicht jede Unsicherheit beseitigen. Wenn Sorgen anhalten, schlimmer werden oder Schlaf, Schule oder Beziehungen beeinträchtigen, suche professionelle Hilfe, statt weitere Versprechen hinzuzufügen.2

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Jetzt Hilfe finden

Hol dir heute Hilfe

Wenn dein Kind über Suizid oder Selbstverletzung spricht, suche dringend fachliche Hilfe. Wenn du jemanden nicht vor Gefahr schützen kannst, nutze die unten stehende Notrufnummer.9293

  • Notfall: Rettungsdienst 144 oder 112.90
  • Jugendliche: 147, kostenlos, 24/7. Eltern: 058 261 61 61, 24/7 Unterstützung bei Erziehungsfragen.91
Unterstützung finden: an wen du dich wenden und was du mitbringen kannst

Wann du Hilfe suchen kannst

Suche Hilfe, wenn Sorgen anhalten oder stärker werden, den Alltag beeinträchtigen oder die bisherige Unterstützung nicht ausreicht. Wiederkehrende Schmerzen oder andere körperliche Beschwerden verdienen ebenfalls ärztliche Aufmerksamkeit.2

An wen du dich wenden kannst

  • Wende dich zuerst an deine Kinderarzt- oder Hausarztpraxis und frage nach der passenden örtlichen Anlaufstelle. Bei schulischen Anliegen im Kanton Zürich berät der Schulpsychologische Dienst Eltern kostenlos.94

Was du mitbringen kannst

Bringe die Worte deines Kindes mit, wann die Sorge auftritt, Veränderungen beim Schlaf oder Schulbesuch und konkrete Probleme wie Mobbing. Erkläre, was du versucht hast und wobei dein Kind Hilfe möchte.

Quellen und weiterführende Informationen

Quellen geprüft am 27. September 2026. Die Beispiele und Formulierungsvorschläge sind fiktive Veranschaulichungen der Hinweise, keine erprobten Interventionen. Die Quellen sprechen keine Empfehlung für oneprnt aus.

  1. 1NHS: Angst bei Kindern – Zuhören, Vorbereitung und Unterstützung.
  2. 2NHS: Angststörungen bei Kindern – Anzeichen und wann Hilfe suchen.
  3. 3NIMH: Kinder und psychische Gesundheit.
  4. 4Pro Juventute: Wenn Ängste den Alltag beeinträchtigen. Französischsprachige Informationen für Eltern von Kindern und Jugendlichen; das ausgearbeitete Beispiel betrifft ein Alter von 12 Jahren. Es ermutigt zum Zuhören und dazu, Hilfe zu suchen, wenn Sorgen den Alltag stören.
  5. 90Schweizer Behörden: Notrufnummern.
  6. 91Pro Juventute: 147 für Kinder und Jugendliche und Elternberatung.
  7. 92NHS: Dringende Hilfe bei psychischen Problemen.
  8. 93USA: 988 Suicide & Crisis Lifeline; NIMH: Kinder und psychische Gesundheit.
  9. 94Kanton Zürich: Schulpsychologischer Dienst. Dieses örtliche Beispiel beschreibt nicht die Überweisungswege aller Kantone.
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